Kontakte mit Profil - Visitenkarten mit Brailleschrift vermitteln Inklusion über den Tastsinn
21. August 2012
Stadt/Ortschaft außerhalb
veröffentlicht am: 21. August 2012 um 12:08:33
LVR hofft auch Nachahmung
KREIS KLEVE. Inklusion kann man beim Landschaftsverband Rheinland (LVR) ab sofort auch fühlen: Die LVR-Visitenkarten weisen künftig neben den gedruckten Informationen die Kontaktdaten auch in Brailleschrift aus. Insbesondere die Beschäftigten, die in ihrer täglichen Arbeit mit blinden oder sehbehinderten Menschen in Kontakt kommen, sollen nun nach und nach mit diesen Visitenkarten ausgestattet werden.
LVR-Direktorin Ulrike Lubek hat im Pilotversuch erste Erfahrungen gesammelt: „Wo immer ich in den vergangenen Wochen meine Visitenkarte mit Brailleschrift verteilt habe, hat sich sofort ein reges Gespräch über Inklusion von Menschen mit Behinderungen in unserer Gesellschaft ergeben“, so ihre Beobachtung. „Damit ist man ganz schnell bei dem, was der LVR rund um das Thema leistet und vorantreibt. Da wir uns als Anwalt für Menschen mit Behinderungen verstehen, setzen wir es auch hier konsequenterweise um“. Wichtig ist Lubek darüber hinaus, dass die Visitenkarte auch als Zeichen der Wertschätzung und des Respekts gegenüber den betroffenen Menschen verstanden wird.
Dass diese wortwörtlichen Kontakte mit Profil andere Arbeitgeber zur Nachahmung anregen, davon ist die Verwaltungschefin des LVR, der rheinlandweit 15.000 Menschen beschäftigt, überzeugt: „Derzeit sind wir nach unseren Recherchen in Nordrhein-Westfalen die Ersten, die über solche Visitenkarten verfügen. Wenn wir andere über diesen einfachen Zugang mit Inklusion sprichwörtlich in Berührung bringen und sie zur Nachahmung animieren, wäre das wunderbar.“
Foto: Fühlbare Inklusion: LVR-Direktorin Ulrike Lubek wünscht sich, dass die LVR-Visitenkarten mit Brailleschrift zur Nachahmung anregen.