NIEDERRHEIN. „Toll“, sagt Ünsal Başer, Vorsitzender der Gewerkschaftsjugend Duisburg/Niederrhein, „mit Angelika Wagner bekommt der DGB-Niederrhein frischen Wind in die Führungsetage am Stapeltor. Sie ist die erste Frau in dieser Position und das ist in einer Industriegeprägten Männerdomäne etwas Besonderes. Damit zeigen wir als Gewerkschafter, dass wir nicht nur mehr Frauen in Führungspositionen fordern, sondern dies auch umsetzen. Ich bin davon überzeugt, dass die Entscheidung für Angelika Wagner die richtige ist, da sie schon aus der Gewerkschaftsjugendarbeit in die jetzige Aufgabe hineingewachsen ist. Somit kennt sie die Interessen der Beschäftigten und die der Gewerkschaften und kann diese hervorragend vertreten. Gleichzeitig hat sie in ihrer betrieblichen Ausbildung und in ihrer Beschäftigung danach, praktische Erfahrungen gesammelt. Die neue DGB-Chefin hat ihre gewerkschaftspolitische Karriere also in der betrieblichen Arbeit vor Ort, als Jugend- und Auszubildenenvertreterin in der Stahlindustrie angefangen. Sie ist ein Beweis dafür, dass Frauen in gewerkschaftlichen Strukturen in Führungspositionen kommen können.“
Die Gewerkschaftsjugend kündigt an, sie in ihrer neuen Funktion zu unterstützen. „Mit ca. 9000 jungen Mitgliedern hat Angelika Wagner da klaren Rückenwind. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit“, so Ünsal Başer abschließend.