Aktion pro Humanität kämpft gegen den Hunger im Niger
10. Februar 2012
Kleve
veröffentlicht am: 10. Februar 2012 um 11:51:35
5 Millionen Menschen haben nicht einmal eine Handvoll Hirse am Tag
KREIS KLEVE. In diesen Tagen steht das Telefon nicht still bei der Aktion pro Humanität – und es sind keine guten Nachrichten, die aus Afrika an den Niederrhein dringen. Die Hungerkatastrophe hat den Niger erreicht – und Pere Laurent, der Generalvikar aus Niamey, der Hauptstadt des Niger, appelliert an seine deutschen Freunde, zu helfen. „Die Hungersnot ist so groß, wir wissen nicht mehr weiter.“ Erst Trockenheit, dann Überschwemmungen, dann weder Trockenheit und Insektenplagen in bestimmten Regionen haben die Ernte vernichtet, mehr als fünf Millionen Menschen haben in seinem Land schon jetzt, in diesem Moment, kaum noch etwas zu essen. Die politische Situation ist angespannt – zumal schwer bewaffnete Söldner aus Libyen vom Norden her ins Land dringen und Alkaida Maghreb immer wieder gewalttätige Übergriffe vor allem auf Weiße verübt. Dies führt dazu, dass Hilfsorganisationen das Land verlassen bzw. ihre Mitarbeiter abziehen oder gar nicht erst ins Land kommen, weil die Risiken so groß sind.
„Unsere Helfer und Kooperationspartner im Niger arbeiten Tag und Nacht bis zur totalen Erschöpfung“, so Dr. Kleuren-Schryvers, die Vorsitzende der Aktion pro Humanität. Pere Laurent leitet das Team der nigrischen Caritas (CADEV), die u.a. für die Verteilung von Lebensmitteln zuständig ist. Zurzeit fehlt es an allem, selbst Hirse und Mais gibt es kaum noch.
Die Aktion pro Humanität bittet die Menschen am Niederrhein nun dringend um finanzielle Unterstützung, mit deren Hilfe Pere Laurent Nahrungsmittel, vor allem Cerealien wie Hirse und Mais, einkaufen und die Verteilung vor Ort organisieren kann. Der Verein „Wir helfen Kindern weltweit e.V.“ von der Grav-Insel in Wesel-Flüren unter Vorsitz von Frank Seibt stellt 50.000 Euro Soforthilfe bereit. „Das ist großartig“, so Kleuren-Schryvers. „Wir hoffen, dass viele Niederrheiner mithelfen. Jeder Cent kommt eins zu eins an, jeder Cent zählt und hilft, Leben zu retten. Und jede Hilfe von uns hier gibt auch unseren Helfern im Niger Kraft und neue Hoffnung“.
„Als ich gestern diese erste gute Nachricht per Telefon an den Generalvikar übermitteln durfte, war es einige Momente ganz still in der Leitung. Dann folgte: Gott sei Dank! Das ist wunderbar, grand merci!“
Spendenkonto:
Aktion pro Humanität
Volksbank an der Niers BLZ 320 613 84
Kto 11 0 88
Stichwort: Niger