KLEVE. Seit mehr als 55 Jahren gibt es sie, die Sterbekasse für den Niederrhein und das ganze Ruhrgebiet. Sie ist die einzige echte Versicherungsgesellschaft mit Hauptsitz in Kleve. Nun stießen Kleves Bürgermeister Theodor Brauer und der Geschäftsführer der Klever Wirtschaftsförderungsgesellschaft Rudolf Röhrl im Rahmen eines Betriebsbesuchs auf dieses halbrunde Jubiläum an.
„Gegründet wurde die Gesellschaft im Jahr 1954“, erzählt Detlev Koken, hauptamtlicher Geschäftsführer der Versicherung. „Es ist ein Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit. Das bedeutet, jeder Versicherte ist Mitglied und profitiert direkt von den erwirtschafteten Gewinnen“. Mit rund 45.000 Versicherungsverhältnissen unterliegt die Versicherung der Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) in Bonn, wie auch andere große Versicherungsgesellschaften.
Die Gesellschaft mit dem Kerngeschäftsgebiet Niederrhein und Ruhrgebiet ist bundesweit tätig.
Die Versicherung legt ihre Beitragseinnahmen auf dem Kapitalmarkt an. „Da wir uns als Solidargemeinschaft verstehen, haben wir unsere Mitgliedsbeiträge aber sehr sicher und konservativ angelegt. Das hat uns stabil durch die Finanzkrise gebracht. Wir sind gut aufgestellt für unsere Mitglieder“, sagt Geschäftsführer Koken.
Das Klever Unternehmen mit Sitz auf der Brabanter Straße hat zwei Mitarbeiter und betreibt zwei Agenturen in Goch und Oberhausen. „Vom Kern unseres Geschäfts sind wir eine Bestattungsvorsorgeversicherung, besser auch Sterbegeldversicherung genannt“, beschreibt Koken sein Geschäft. Deshalb interessiert ihn auch die Entwicklung der deutschen Bestattungskultur sehr. Eine würdevolle Bestattung ist in der heutigen Zeit zu einem teuren Symbol geworden. „Eine Beerdigung oder Feuerbestattung kostet – je nach Region und individueller Gestaltung – zwischen 3.000 bis 12.000 Euro. Das ist eine Summe, die nicht jeder auf der hohen Kante liegen hat. Die Sterbegeldversicherung verhindert, dass die Hinterbliebenen dadurch in einen finanziellen Engpass geraten. Es ist eine sehr uneigennützige Versicherungsform“, meint Koken abschließend.
Foto: Besuchten die Sterbekasse für den Niederrhein mit ihrem Geschäftsführer Detlev Koken (2.v.l.): Bürgermeister Theodor Brauer (l.) und WFG-Geschäftsführer Rudolf Röhrl.